Das Erich-Klasuener-Gymnasium präsentierte sich musikalisch



Nach der langen coronabedingten Zeit ohne Auftritte und Konzerte fieberten nicht nur die Schülerinnen und Schüler des EKG sondern auch die Musiklehrer Ilse und Stefan Schleich sowie Michael Rodarius der langersehnten Möglichkeit entgegen, im traditionellen Sommerkonzert zum Schuljahresende am 07.07.2022 die Ergebnisse intensiver Probenarbeit zu präsentieren.

Um dem Infektionsschutz gerecht zu werden, hatte man sich zu zwei direkt hintereinander folgenden Aufführungen mit begrenzter Zuschauerzahl in der Hocheifelhalle in Adenau entschieden. Die Herausforderung dieser ungewohnten Situation, die darin bestand, die Spannung und Konzentration in beiden Konzerten aufrecht zu halten, wurde von allen Beteiligten hervorragend gemeistert.

Der stellvertretende Schulleiter Herr Reinhard betonte in seiner Begrüßung die große Bedeutung und Wichtigkeit von kulturellen Veranstaltungen für das Schulleben und freute sich darüber, dass Schulkonzerte nach der langen Coronaphase endlich wieder stattfinden können.

Eröffnet wurde das Konzert von den jüngsten Musikern der beiden Streicherklassen. Mit dem „French Folksong“ und einem weiteren Traditional „Lightly Row“ zeigten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5a, welche bemerkenswerten Fortschritte und Entwicklungen sie bereits nach nur einem Jahr Unterricht auf ihren Streichinstrumenten bei ihren Lehrern Ilse und Stefan Schleich gemacht haben.

Die Klasse 6a präsentierte sich als ein musikalisch sehr homogenes Klassenorchester und trug ihr „Konzertstück“ und „The Old Rocking Chair“ mit einem hohen Maß an musikalischer Ausgereiftheit und unter genauer Beachtung der musikalischen Anweisungen des Dirigats von Stefan Schleich vor.

Trotz der coronabedingt sehr kurzen Probephase ab Ostern ist es der Big Band des EKG gelungen, ein üppiges und musikalisch anspruchsvolles Programm auf die Beine zu stellen. Voraussetzungen hierfür waren die von Schülerseite vorgeschlagenen und mitgetragenen verlängerten Proben sowie Sonderproben und die große Unterstützung von Laurenz Breuer, der als ehemaliger Schüler und nun Musikstudent neben Bandleader Michael Rodarius die Big Band mitleitet. Das Ergebnis war ein Set aus „Gute-Laune-Nummern“ unterschiedlicher Stile, mal rockig mit viel Druck und Energie, wie das aus dem Film „Blues Brothers“ bekannte Stück „Gimme some Lovin`“ oder Elvis Presleys „Jailhouse Rock“ und mal rhythmisch-brasilianisch wie in Quincy Jones „Soul Bossa Nova“ aus dem Film „Austin Powers“. Nicht nur am satten durchdringenden Sound der Bläser und dem groovigen Beat der Rhythmusgruppe zeigte sich die Spielfreude der Band, auch optisch hatte man sich für schrille bunte Hawaiihemden entschieden. Die Verfechter des Discopop kamen bei Maroon 5`s „Moves like Jagger“ auf ihre Kosten und Lou Begas One-Hit-Wonder „Mambo No.5“ wird vermutlich den meisten bekannt sein. „The Flintstones“, die Titelmelodie aus der wohl bekanntesten Steinzeitfamilie der Welt, gepackt in satten Bigbandsound mit rockigen und geswingten Parts, sorgte sowohl bei Alt und Jung für Begeisterung. Die Stimmung erreichte spätestens mit der Zugabe, dem „Muppet-Show-Thema“ ihren Höhepunkt, mit dem sich die Big Band unter tosendem Applaus verabschiedete.


Das Schulorchester unter der Leitung von Stefan Schleich ist dafür bekannt, sich an sehr anspruchsvolle musikalische Werke heranzuwagen und genießt seit jeher den Ruf, diese auf äußerst hohem musikalischen Niveau darzubieten.

Ein Beispiel hierfür sind zweifellos die Auszüge für Streichorchester aus Gioacchino Rossinis bekannter Oper „Der Barbier von Sevillia“. Dieses äußerst anspruchsvolle energische und wandelbare Stück verlangte von allen Beteiligten ein hohes Maß an Konzentration und Spannung ab, das Orchester setzte die in Stefan Schleichs ambitioniertem Dirigat immanenten musikalischen Vorstellungen souverän um und bewältigte auch besonders knifflige Intonationsstellen überzeugend.

Auch Filmmusikliebhaber kamen auf ihre Kosten. Neben einem originellen Arrangement des bekannten Traditionals „My Bonnie“ präsentierte das Orchester die episch-dramatische Titelmusik zur bekannten Fantasy-Fernsehserie „Game of Thrones“.

Dass das Schulorchester über eine breite stilistische Variabilität verfügt, zeigte sich auch in Bob Philips Werk „Danny Rocks“, welches im Stile einer Rockballade gesetzt ist und sich sukzessiv von klagenden melancholischen Klängen bis hin zu einer keltischen Rockexplosion aufbaut. Insbesondere die Wandelbarkeit des Orchesters von emotionalen melodischen langsamen bis hin zu temporeichen rhythmischen Phasen mit hoher dynamischer Intensität beeindruckte.

Die Spielfreude aller beteiligten Ensembles, die zufriedenen Musikerinnen und Musiker und Leiterinnen und Leiter sowie ein glückliches gut unterhaltenes Publikum in beiden sehr gut Besuchten Vorstellungen verweisen auf die große Bedeutsamkeit der Schulkonzerte. Es bleibt zu hoffen, dass auch in der kommenden Zeit weiterhin kulturelle Schulveranstaltungen stattfinden können.

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