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BERICHTE UNSERER PRÄVENTIONSAKTIONEN UND -PROJEKTEN

STREITSCHLICHTER | MEDIATION

Konflikte gehören in unseren Alltag – in der Schule wie auch zu Hause. Nicht immer ist es sinnvoll oder möglich, ihnen auszuweichen. Daher ist es wichtig zu lernen, mit ihnen gewaltfrei umzugehen und sie konstruktiv zu nutzen. Sie werden erst dann zu einem Problem, wenn sie nicht angemessen gelöst werden oder sich sogar zu Beleidigungen, Verletzungen und Gewalt entwickeln.


Als eines von mehreren Verfahren der konstruktiven Konfliktberatung hat sich die Mediation (engl.: Vermittlung) bewährt, bei der unparteiische Dritte zwischen Konfliktparteien vermitteln. Das Besondere bei der Anwendung dieses Konzepts in der Schule ist, dass Schülerinnen und Schüler dazu qualifiziert werden, die Rolle des Mediators bei Konflikten zwischen Schülern zu übernehmen. Das Ziel ist eine Lösung zu finden, mit der alle Streitparteien einverstanden sind. Die Aufgabe der Mediatoren besteht darin, die Konfliktparteien bei der Erarbeitung einer solchen Lösung zu unterstützen. Dafür strukturieren sie den Prozess und setzen verschiedene Methoden ein, um den Konfliktparteien zu helfen, ihre Wünsche und Interessen zu identifizieren und zum Ausdruck zu bringen.


Streitschlichtung am EKG ist also ein Verfahren zur Klärung von Konflikten zwischen Schülerinnen und Schülern, das speziell ausgebildete Streitschlichterinnen und Streitschlichter leiten. Sie erhalten dafür eine umfangreiche, qualifizierte Grundausbildung, sowie eine AG, in der die Inhalte der Grundausbildung vertieft werden. Nach der Ausbildung stehen die Streitschlichterinnen und Streitschlichter Mitschülerinnen und Mitschülern zur Konfliktklärung zur Verfügung. Das Streitschlichtergespräch findet in Raum 207a statt, der speziell für die Streitschlichtung eingerichtet und gestaltet wurde. Die Teilnahme der Streitenden an dem Gespräch sowie die Annahme der Ergebnisse sind freiwillig. Ein Team betreuender Lehrkräfte koordiniert die Ausbildung und unterstützt die Streitschlichterinnen und Streitschlichter bei ihrer Arbeit.

MEDIENERZIEHUNG

Die meisten Schülerinnen und Schüler besitzen bereits in der Unterstufe Handys mit vielfältigen Funktionen, deren Tragweite sie jedoch kaum überblicken können. Darüber hinaus surfen sie immer früher im Internet und haben Zugriff auf die verschiedensten Inhalte. Das Spannende am sogenannten Netz 2.0 ist die Möglichkeit, eigene Inhalte ins Netz stellen zu können. Insbesondere Kinder und Jugendliche beherrschen die technischen Voraussetzungen sehr schnell und sind auf diesem Gebiet oftmals versierter als die Erwachsenen. Dabei bewegen sie sich jedoch häufig recht sorglos im Internet und stellen personenbezogene Daten, Fotos etc. von sich und anderen ins Netz ohne sich der weitläufigen Konsequenzen bewusst zu sein. Verbote bleiben in diesem Bereich häufig wirkungslos, da eine lückenlose Kontrolle kaum möglich ist.


Hilfe zum selbstständigen und souveränen Umgang mit digitalen Medien scheint die einzig sinnvolle Alternative. Hierzu wurde am Erich-Klausener-Gymnasium vergangene Woche der Startschuss gegeben. Die fünften Klassen besuchten unter der Leitung von Herrn Rolser eine jeweils drei Schulstunden umfassende Blockveranstaltung, in der sie Inhalte zum Umgang mit der Handykamera und ihren personenbezogenen Daten in sozialen Netzwerken auf anschauliche Art und Weise entdeckten und erlernten. Gleichermaßen war der sichere Umgang mit Gefahren in Chatrooms etc. Teil der Veranstaltung.


Die verantwortlichen Lehrer Herr Kämpf und Herr Rolser absolvierten im Rahmen des Programms „Medienkompetenz macht Schule“ eine Fortbildung zum „Medienschutzbeauftragten“ und sind in diesem Bereich Ansprechpartner für Schüler, Eltern und Kollegen des Erich-Klausener-Gymnasiums.

VERKEHRSERZIEHUNG AM EKG - SICHER DURCH DIE EIFEL

Auch die Erziehung der Jugendlichen, um sicher am Straßenverkehr teilzunehmen liegt uns am Herzen. Gerade im ländlichen Raum greifen vielen Schülerinnen und Schüler auf Mofa, Roller, Moped oder das Auto zurück, um so langen Busfahrten aus dem Weg zu gehen. Aber auch der Schulweg zu Fuß birgt so seine Gefahren. Mit drei Programmen in diesem Zusammenhang leistet das EKG eine gute Präventionasarbeit.

ACHTUNG AUTO | ORIENTIERUNGSSTUFE

Achtung Auto soll die Schüler für die Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren und ihnen in Form eigener praktischer Erfahrung - in Ergänzung zum theoretischen Unterricht - physikalische Gesetzmäßigkeiten spielerisch nahebringen.


Lernziele:


  • Erkennen, dass der einen "Anhalteweg" zum Stehenbleiben braucht. 

  • Erfahren und einsehen, dass auch Fahrzeuge nicht sofort stehenbleiben können, sondern einen "Anhalteweg" haben, der in erster Linie von der Geschwindigkeit und der Reaktionszeit, aber auch von der Fahrbahnbeschaffenheit bestimmt wird. 

  • Erkennen, dass das Angurten und die Sitzerhöhung im Auto für die Sicherheit der Fahrzeuginsassen unabdingbar notwendig ist.

MOFA-AG | MITTELSTUFE

Verkehrserziehung wird am Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau großgeschrieben. Im Rahmen des Gesamtkonzeptes können nach sechsmonatiger Ausbildung den Schülerinnen und Schülern die Prüfbescheinigungen aushändigt werden. Praxis und Theorie konfrontierten die Kandidaten immer wieder mit Situationen, die ähnliche Fertigkeiten wie der Straßenverkehr verlangten. So lernten die Schüler Verkehrsregeln, die man kennen muss, um sicher durch den Straßenverkehr zu gelangen. Unzählige Verkehrssituationen wurden besprochen, in denen es für Mofafahrer, die nicht Bescheid wissen, gefährlich werden könnte. Schließlich wurde die Verantwortung, die man als motorisierter Verkehrsteilnehmer gegenüber anderen hat, ständig erörtert. Mit dieser Art erworbenem Wissen - auf der Grundlage der Straßenverkehrs-Ordnung - wünschte der Obmann für Verkehrserziehung „allzeit gute Fahrt!“
Der Mofa/Rollerführerschein kann nur im Rahmen der Mofa-AG absolviert werden. Ansprechpartner ist Herr Brauns.

FAHRSICHERHEITS-SPEZIALTRAINING AM NÜRBURGRING | OBERSTUFE

Unter der Betreuung von Herrn Studienrat Richard Peter Brauns wird das Fahrsicherheits-Spezialtraining auf dem Nürburgring organisiert.


Die Instruktoren stellen sich den erwartungsvollen Fahranfängerinnen und Fahranfängern vor und leiten den Trainingstag mit einer 45-minütigen theoretischen Einweisung ein. Schwerpunkte hierbei sind die Bedeutung der Reifen (Profiltiefe und Alter), die Funktionsweise der Bremsen mit bzw. ohne ABS und die Vorgänge und Maßnahmen beim Über- sowie Untersteuern. Hiernach geht es in die Praxis.


Die Schülerinnen und Schüler erhalten Funkgeräte, um in ihren Autos den Anweisungen der Instruktoren Folge leisten zu können. Bevor es auf die Teststrecke geht, wird noch eine kurze Einweisung über die korrekte Sitzposition im Auto gegeben, um im Falle eines Aufpralls ideal geschützt zu sein. Zunächst üben die jungen Erwachsenen das enge Umfahren von Hindernissen bei niedrigen Geschwindigkeiten auf einem Hindernisparcours, wobei die Geschwindigkeit stetig gesteigert wird. Im Anschluss werden das Fahren auf rutschigen Kurvenstrecken sowie das Reagieren beim plötzlichen Übersteuern des PKW geübt. Nach der 45-minütigen Mittagspause stehen Vollbremsungen in Kombination mit dem Ausweichen von Hindernissen an. Ungeplant wird diese Disziplin aufgrund der starken Regenfälle und den daher resultierenden Aquaplaning-Erscheinungen verschärft.


Den Höhepunkt der Übungen stellt das Parieren der Strecke dar, auf deren Abschnitten das Heck des Autos mittels einer in die Straße eingelassenen Hydraulik buchstäblich zur Seite gerissen wird, woraufhin der Fahrer blitzschnell gegenlenken muss, um das Vehikel wieder unter Kontrolle bringen zu können.


Nach weiteren abschließenden Übungen zur Steigerung der gezielten Reaktionsfähigkeit wird den Schülerinnen und Schülern im Rahmen einer abschließenden Besprechung um 15.30 Uhr ein Diplom zur erfolgreichen Teilnahme am Spezialtraining überreicht. Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten scherzen hierbei über den Umstand, dass die Diplomübergabe doch erst nach der Vergabe der Abiturzeugnisse geschehen solle. Gemäß dem Motto der TÜV Rheinland Piste bejaht einer der zu Späßen aufgelegten Instruktoren diese Bemerkung mit den Worten: „Ihr habt es euch nach diesem Einsatz verdient, weil ihr die Instruktionen optimal umgesetzt habt. Genau. Richtig.“