Aber bitte mit Sahne - Au Revoir und Goodbye am Erich-Klausener Gymnasium Adenau

Am Ende des Schuljahres verabschiedete sich die geschätzte und beliebte Biologie- und Geschichtslehrerin Tanja Otto vom EKG, wo sie lange Jahre mit Begeisterung und einer großen Schülernähe ihre Fächer unterrichtet und zahlreiche Grund- und Leistungskurse zum Abitur begleitet hatte. Auch ihre positive Ausstrahlung trug dazu bei, dass sie immer wieder von den Schülerinnen und Schülern zur Verbindungslehrerin gewählt wurde und in der Schülerschaft viel Vertrauen genoss. Durch ihren Schulwechsel an ihren Wohnort Bonn trägt Frau Otto erheblich zur Klimaverbesserung bei, da sie jetzt ihre Autofahrt in die Eifel durch eine zehnminütige Fahrt mit dem Fahrrad ersetzt.


Tanja Otto

Viele Emotionen und auch Tränen waren im Spiel als am vorletzten Schultag vor den Sommerferien mit Oberstudienrat Marzellus Boos, der Orientierungsstufenleiterin StD‘ Cornelia Jaax sowie der Mittelstufenleiterin StD‘ Stefanie Schnetter drei geschätzte Lehrer am EKG Adenau in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurden. Schüler:innen, Kolleg:innen, Eltern und Sekretärinnen hatten eine bewegende Veranstaltung vorbereitet, in deren Rahmen die Vertreter der Schulleitung, der Fachschaften, des Schulelternbeirats sowie des Fördervereins das Wirken der Kollegen Revue passieren ließen. Manch interessanter Schwank aus dem bewegten Lehrerleben konnte erzählt werden, da doch Herr Boos in 14 Jahren Tätigkeit und Frau Jaax und Frau Schnetter in ihrem jahrzehntelangen Wirken in der Schulleitung des EKG Generationen von Schülern und deren Kinder zum Abitur begleitet hatten. Den musikalischen Rahmen gestalteten Ilse Schleich mit ihrem Streichquartett und Michael Rodarius und Christof Wehren mit dem Chor sowie Merle Rothkegel mit ihrer Combo, die den Saal mit dem Udo Jürgens Song „Aber bitte mit Sahne“ zum Toben brachte sowie Thomas Schneider, der mit einem eigens gedichteten Abschiedslied eine gute Stimmung verbreitete.


v.li.: Stefanie Schnetter, Marzellus Boos, Cornelia Jaax

Der in Prüm geborene Marzellus Boos unterrichtete Deutsch und Englisch, kam 2006 von Prüm zum EKG und war bekannt durch seine Vorreiterrolle in Sachen digitale Bildung, deren Nutzen für die Schülerinnen und Schüler er sehr früh erkannte und umsetzte. Jetzt konnte seine wegen Corona ausgefallene Verabschiedung nachgeholt werden, und man freute sich über das „Update“ des Kollegen.

Die aus Wittlich stammende Cornelia Jaax legte am ARE-Gymnasium ihr Abitur ab und wohnte während ihrer ARE-Zeit im damals noch existierenden Internat. Nach dem Studium der Fächer Französisch und katholische Religion in Trier unterrichtete sie mit viel Herzblut die französische Sprache und begeisterte ihre Schülerinnen und Schüler für die französische Lebensart, das französische „art de vivre“. Der Frankreichaustausch war ihr eine Herzensangelegenheit, die Förderung der deutsch-französischen Freundschaft ein wichtiges Ziel. Mit viel Engagement leitete Frau Jaax die Orientierungsstufe, wozu eine intensive Beratungstätigkeit gehörte. Eine Schülerin formulierte: „Sie hatten immer ein offenes Ohr für uns“. In allen Bereichen der Schule übernahm Frau Jaax unbedingte Verantwortung.

Stefanie Schnetter ist ein Adenauer Kind und legte als solches am EKG ihr Abitur ab, so wie auch etliche Mitglieder ihrer großen Familie. Nach dem Studium der Anglistik und Geschichte sowie dem Referendariat in Trier kehrte Frau Schnetter nach Adenau zurück und nahm hier ihre langjährige Tätigkeit als Lehrerin und später als engagierte Mittelstufenleiterin auf. Ihr britischer Akzent und ihr ebenso britischer Humor sind legendär und haben Generationen von Schülerinnen und Schülern begleitet. Mit ihrem Engagement für den USA Austausch und die amerikanisch-deutschen Beziehungen ermöglichte Frau Schnetter den Schülern der Klassen 6 über viele Jahre den Sprung über den großen Teich nach Miami, Florida. Die Mittelstufe leitete sie mit Zielstrebigkeit und förderte die Fähigkeiten und Talente der ihr anvertrauten Schüler maximal.

Das EKG sagt Danke, wünscht den drei Kollegen einen entspannten Ruhestand und freut sich auf ein Wiedersehen an der alten Wirkungsstätte.

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