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Berichte

Hier finden Sie alle Berichte sowie Informationen zu unseren sozialen Aktionen und Projekten

DER ERICH-KLAUSENER-LAUF

Alle zwei Jahre findet anstatt des Wandertages der Erich-Klausener-Lauf statt. Je nach gelaufener Strecke, sammeln die Schülerinnen und Schüler Spenden ein. Diese Spenden kommen Projekten zu Guten, welchen die Gesamtkonferenz zugestimmt hat. Diese Projekte werden im Folgenden vorgestellt.

AMEPH-TOGO

Die Selbsthilfeorganisation AMEPH-TOGO kümmert sich im westafrikanischen Togo, einem der ärmsten Länder der Welt, in erster Linie um die Schulbildung von Kindern erblindeter und anderweitig behinderter Menschen. Ohne finanzielle Hilfe aus Adenau wären viele dieser Familien aufs Betteln angewiesen, um zu überleben. Seit Beginn des Projekts vor 20 Jahren konnte die Zahl der geförderten Kinder auf derzeit 164 Kindern gesteigert werden, und die Warteliste ist immer noch lang. Ziel der Organisation ist die Hilfe zur Selbsthilfe: So werden auch die behinderten Eltern mit Saatgut für Mais und Düngemittel unterstützt, damit sie sich autark ernähren können. Kürzlich wurde mit dem Bau einer Berufsschule begonnen.

AMEPH-TOGO finanziert sich zu einem großen Teil mit den Spendengeldern vom EKG, die ohne jeglichen Verwaltungsaufwand weitergeleitet werden. Weitere Infos:www.africa-action.de/kara

Projektbetreuerin: Jutta Ihmig (Adenau)

AFRICAN ANGEL E.V.  | GHANA

African Angel e.V. hat die langfristige Bildungs- bzw. Ausbildungsförderung der Kinder von Bukom, einem Slum in der ghanaischen Hauptstadt Accra, zum Ziel. Seit 2004 bietet der Verein Kindern in einem beschützten Heim Unterricht bei regelmäßiger Verpflegung, mit ordentlicher Kleidung und ärztlicher Versorgung. Ziel der Ausbildung ist eine abgeschlossene Lehre oder ein Schulabschluss, der zu einem Studium berechtigt. Dadurch bekommen zurzeit rund 100 ehemals chancenlose Slumkinder eine Perspektive für ihr Leben – also echte Hilfe zur Selbsthilfe. Vom letzten Geld wurde auch ein Stück Land gekauft, wodurch das Heim sich teilweise selbst versorgen kann.


Weitere Infos:www.african-angel.de


Projektbetreuerin: Marita Falk-Solheid (Adenau)

LICHTBRÜCKE - HILFE FÜR BANGLADESCH

Über 50 Milllionen Menschen in Bangladesch, einem der ärmsten Staaten der Welt, entnehmen ihr Wasser tagtäglich aus Brunnen, die mit Arsen verseucht sind, das dort von Natur aus im Boden vorkommt. Das arsenverseuchte Wasser führt bei den Betroffenen zunächst zu einer Verfärbung der Haut, dann zu Geschwüren und schließlich zu einem qualvollen Tod (Arsenicose).

Doch mit einem Filter für nur 30 Euro kann eine Familie ihr Trinkwasser arsenfrei machen, für 50 Euro eine ganze Schule. So konnten dank der Spenden des EKG seit 2001 bereits Tausende von Menschenleben gerettet werden. Ebenso trugen Spenden vom EKG erheblich dazu bei, schon etwa 150.000 Patienten in einer Augenklinik zu behandeln. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Berufsvorbereitung von 250 Schülern aus den Slums.

Weitere Infos:www.lichtbruecke.com

Projektbetreuer: Bürgermeister a.D. Bernd Schiffarth (Adenau)

MARKT FÜR LEIB UND SEELE - FÜREINANDER, MITEINANDER E.V.

Der Verein Markt für Leib und Seele besteht aus Menschen, die es sich zur Aufgabe machen, Mitbürgerinnen und Mitbürgern in schwieriger Lebenssituation Rat und Tat anzubieten, unabhängig von ihrem religiösen Hintergrund. Der Verein setzt sich aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zusammen, die Lebensmittelspenden sammeln und an Bedürftige in der VG Adenau wöchentlich nach Bedarf ausgegeben. Durch den Zuzug von Flüchtlingen seit 2015 ist die Zahl der Bedürftigen erheblich gestiegen, sodass deutlich mehr Mittel als zuvor gebraucht werden.
Die bisherigen Spendengelder wurden für den Zukauf von Lebensmitteln und zur Ansparung für den Erwerb eines Kleintransporters verwendet, der für den Transport der Lebensmittel benötigt wird.
Weitere Infos: www.aw-wiki, Stichwort: Markt für Leib und Seele - füreinander, miteinander e.V.
Projektbetreuerin: Christa Rösner

PIÉLA - BAD MÜNSTEREIFEL E.V. | BURKINA FASO

Burkina Faso, ein westafrikanischer Staat, ist eines der ärmsten Länder der Welt. Gemäß dem Wohlstandsindikator HDI (Human Development Index) belegt Burkina Faso Rang 185 von 188 Staaten. Die Gemeinde Piéla ist eine der ärmsten Gegenden in Burkina Faso. Die Partnerschaft, die sich 1993 gegründete, ermöglichte u.a. den Bau von 87 Trinkwasserbrunnen, die Errichtung eines Kindergartens, und eines Mädchenwohnheims. Des Weiteren werden Partnerschaften zwischen Schulen in Deutschland und Piela von der Partnerschaft unterstützt. In Burkina Faso stehen jedem Bürger am Tag nur 2 Liter Frischwasser zur Verfügung, daher ist die Partnerschaft bestrebt, für die Gemeinde flächendeckend sauberes Wasser bereitzustellen. Derzeit plant die Partnerschaft die Errichtung einer Ausbildungsstätte für Jungen und Mädchen in handwerklichen Berufen.

Weitere Infos:www.piela-cuofi.de

Projektbetreuer: Christian Hens und Petra Knelke

SAMMEL- UND SPENDENAKTIONEN FÜR BEDÜRFTIGE MENSCHEN

Zur Zeit finden jedes Jahr vier Sammelaktionen in der Schule statt. Dabei gibt es klassen- aber auch schulbezogene Sammelaktionen. Jeder kann einen Beitrag leisten, muss es aber nicht.
So lässt Herr Solheid in Kooperation mit der Organisation African Angel Sport- und Fußballschuhe sammeln.
Herr Labidi startet jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit die Aktion " Weihnachten im Schuhkarton".
Herr Kämpf stellt zweimal im Jahr eine Sammelbox für alte Handys auf. Diese werden dann dem Wertstoffkreislauf zugeführt. Das Geld wird dann Projekten gegen Kinderarbeit in Afrika gespendet.
In der Adventszeit wird dann die ganze Schülerschaft in der Spendenaktion "Markt für Leib und Seele" eingebunden.

WEIHNACHTEN IM SCHUHKARTON

So lautet das Motto einer Hilfsaktion, die Herr Labidi seit einigen Jahren mit seinen Klassen durchführt. In diesem Jahr packten die 7b, 7c und 9a Kartons mit Kleidung, Spielsachen, Süßigkeiten, Schulsachen und anderen Dingen, um anderen Kindern eine Freude zu Weihnachten zu bereiten. Die Geschenkkartons werden zu einer Sammelstelle in Leimbach gebracht und von dort in diesem Jahr vor allem nach Osteuropa weitergeleitet. Auf diese Weise kamen im vergangenen Jahr weltweit fast 10 Millionen Pakete zusammen, die von Kirchengemeinden unterschiedlicher Konfessionen an Kinder verschenkt wurden, die dadurch zu Weihnachten eine besondere Freude erfahren durften.
"Weihnachten im Schuhkarton" ist eine Aktion, die sehr gut zum sozialen Profil des Erich-Klausener-Gymnasiums passt.

HILFE VOR ORT: LEBENSMITTELSPENDEN FÜR DEN "MARKT FÜR LEIB UND SEELE"

Neben die globale Perspektive ist seit einigen Jahren auch Engagement im lokalen Bereich getreten. "Markt für Leib und Seele - füreinander, miteinander" - so heißt ein gemeinnütziger Verein, der im Mai 2008 von Einwohnern der Verbandsgemeinde Adenau gegründet wurde. Der Verein versorgt bedürftige Menschen im Adenauer Land mit gespendeten Lebensmitteln.
Unter dem Motto "Eine Klasse-ein Karton" (obwohl einige Klassen auch mehrere Kartons spendeten) füllten die Schüler und Schülerinnen mit großer Freude ihren Karton und freuten sich daran, bedürftigen Menschen ein wenig helfen zu können. Diese Spendenaktion zeigte wieder einmal, mit welcher Freude und Begeisterung Kinder helfen, wenn man sie darum bittet und ihnen einen Weg aufzeigt.

HANDYS SAMMELN FÜR DEN GUTEN ZWECK

Seit 2015 sammelt man am EKG nun alte Handys und von diesen liegen mehr  in den deutschen Schubladen als man meint. Hergestellt werden diese aus seltenden Metallen, wie etwa Coltan. Abgebaut wird dieses Material oft in afrikanischen Ländern wie dem Kongo und das von Kindern und dies unter Einwirkung von Waffengewalt. Alte Handys zu sammeln soll daher doppelt wirken. Wie? Die alten Handys werden recycelt, die Rohstoffe für die Produktion neuer Handys wiederverwertet. Das ist gut für die Umwelt, denn keine neuen Minen müssen ausgegraben werden und keine langen Transporte, bei denen CO2 frei wird, müssen getätigt werden. Dadurch wirkt man indirekt der Kinderarbeit entgegen. Zudem sollen durch den Erlös des Verkaufserlös der alten Handys, Kinderhilfsprojekte in Afrika unterstützt werden.


Aufgestellt wird die Handysammelbox in regelmäßigen Abständen. Zudem nimmt jederzeit Herr Kämpf Euren alten Handys entgegen.

FUSSBALL VERBINDET - SAMMELAKTION VON FUSSBALLERN FÜR FUSSBALLER

Fußball ist ein Teil des Lebens in Ghana, es wird gegen alles gekickt, was sich nur irgendwie als Ball eignen könnte. Auch bei größter Hitze und in der Sonne wird auf Straßen Fußball gespielt. Und natürlich hängen am Fußball viele Hoffnungen, besonders der jungen, bewegungstalentierten Generation! Viele Jungen glauben, der Armut durch begabtes Spiel entkommen zu können. Ein berühmter Fußballspieler zu werden, ein „Black Star“, der viel Geld im Ausland verdient und als gemachter Mann nach Ghana zurückkehrt, ein Traum, den viele träumen…
Herr und Frau Solheid sammeln jedes Jahr nach den Weihnachtsferien Fußball und Turnschuhe ein, die noch gut zu tragen sind, aber vielleicht einem selber nicht mehr passen oder weil man zu Weihnachten ein paar neue Schuhe bekommen hat. In Kooperation mit African Angel gelangen die Schuhe dann nach Afrika, wo sich die Kinder keine Schuhe kaufen können. Weder gibt es dort Geschäfte, noch haben diese Kinder das Geld für Fußballschuhe.
Jeder kennt die Spielfreude und den Spaß, den besonders afrikanische Fußballspieler zeigen, und das nicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Und wer weiß? Vielleicht hat ein zukünftiger Weltmeister einmal mit deinen Schuhen das Fußballspielen angefangen.

NACHHALTIGKEITSAKTIONEN AM EKG

Der Unterricht bietet vielfältige Anknüpfungspunkte zwischen Problemen auf der Erde und Möglichkeiten fern ab dieser Probleme gezielt und theoretisch fundiert zu helfen. Eine wiederkehrende Aktion stellt die Vergabe von Mikrokrediten im Rahmen des Erdkundeunterrichts der Klassen 10 und 13 dar.


Des Weiteren werden auch die Lehrerinnen und Lehrer aktiv.

MIKROKREDITE - ARMUTSBEKÄMPFUNG PER MAUSKLICK

Seit 2005 hilft die Organisation Kiva.org Menschen in der Dritten Welt durch Mikrokredite von Privatpersonen, der Armut zu entkommen und ein menschenwürdiges Leben zu bestreiten. In Südamerika, Osteuropa sowie in Afrika arbeitet Kiva mit Mikrokredit-Organisationen zusammen. Diese begeben sich auf die Suche nach erfolgversprechenden Projekten von armen Menschen. Danach wird zur der jeweiligen Geschäftsidee ein Profil auf der Seite Kiva.org veröffentlicht, und jeder Nutzer kann sich die Geschäftsidee und Profile anschauen und bei Interesse einen Kredit über 25 bis 500 Dollar per Mausklick geben. Ebenso kann jeder sehen, wie das geliehene Geld verwendet wird und welche Fortschritte die Geschäftsidee macht.

Der Kredit führt zu einer besseren wirtschaftlichen und sozialen Stellung der Person, aber auch der Region. Mikrokredite sind also eine wirklich sinnvolle Idee. Nicht ohne Grund erhielt der Erfinder des Mikrokreditsystems Mohammad Yunus 2006 den Friedensnobelpreis.


Mit den geschilderten Zusammenhängen haben sich zwei 10. Klassen und Leistungskurse der MSS im Erdkundeunterricht bei Herrn Kämpf ausführlich beschäftigt und ganz im Sinne des Gedankens „global lernen – global handeln“ ein Projekt praktisch umgesetzt. Man suchte sich im Anschluss an die Unterrichtsreihe auf der Internetseite Kiva.org Projekte aus, und vergab insgesamt 500 Euro als Kredit. Bei ihrer Entscheidung haben die Schüler nicht nur darauf geachtet, wer dieses Geld dringend benötigt, sondern auch welche Geschäftsidee ihnen am sinnvollsten, sichersten und nachhaltigsten erschien. Im Laufe ihrer Schulzeit wird der Kredit dann von dem Kreditnehmer abbezahlt werden und sie werden entweder einen weiteren Mikrokredit vergeben oder ihr Geld wiederbekommen. Gespannt begleiten sie nun die geförderten Projekte.

Schüleraussage zum laufenden Projekt: "Jeder sollte anderen Menschen helfen, denen es nicht so gut geht wie uns und damit unsere Welt ein bisschen besser machen. Die Mikrokreditvergabe ist dafür eine gute Möglichkeit."

EINE-WELT (FAIR GEHANDELTE PRODUKTE)

Seit vielen Jahren werden sowohl für Schüler als auch für die Lehrkräfte fair gehandelte Produkte an unserer Schule verkauft. Unterstützt wird die Idee des fairen Handels auch durch einzelne Projekte, die den Schülern die Chancen, die fair gehandelte Waren für die Erzeuger bieten, aufzeigen: Die Minderung der Folgen der traditionellen, rein an wirtschaftlichen Interessen der reichen Länder orientierten, Wirtschaftsweise (Kinderarbeit, zunehmende Verschuldung, Verelendung und unzumutbare Arbeitsbedingungen)